offene Ateliers-Ausstellung – EVA 02

Gastkünstler Stan Pete stellt zu den offenen DaunTown Ateliers aus.

An diesem Wochenende ist in den Hangars die raumgreifende Installation  EVA02 zu sehen. Es handelt sich hierbei um eine Figur aus dem Neon Genesis Evangelium, einem Manga aus den 90ern. Im Original hochhausgroß findet sie hier als 3 Meter Miniatur ihren möglichen Ursprung. Die Halle wurde zu einer Art Labor / Werkstatt umgestaltet in der der Prototyp entwickelt worden sein könnte.  Bei diesem Werk finden selbst erstellt Schnittmuster, ähnlich denen in der Bekleidungsindustrie, Verwendung. Tageslichtprojektor und Mikrofilmlesegerät mit weiteren technischen Plänen bieten den Ausblick auf einen weiteren Ausbau. Fahrstulmusik und Klangschnipsel aus der Original Serie sowie Ziegen die gelegentlich von Außen an die Blechwand  stoßen, bieten die Geräuschkulisse.

Mehr Eindrücke von den offenen DaunTown Ateliers finden Sie bei Instagram auf der Seite der Museen Osnabrück muk_os


Stan Pete beim Aufbau seiner Installation
Fotos: Alexandra Malobrodski

Offene Ateliers

Die Stadt Gütersloh veranstaltet offene Ateliers über die Grenzen der Stadt hinaus. Auch in Borgholzhausen sind Ateliers geöffnet und DaunTown ist dabei! Wir laden Sie herzlich zu einem Rundgang durch unsere Arbeitsräume ein.

Die Öffnungszeiten der Ateliers:
Do. 24.6. & Fr. 25.6.2021 von 14 Uhr bis 20 Uhr
Sa. 26.6.2021 von 11 Uhr bis 20 Uhr
So. 27.6.2021 von 11 Uhr bis 17 Uhr
nur an diesem langen Wochenende ohne Terminbuchung einfach vorbeikommen, Borgholzhausen, Kleekamp 133.

Ein Besuch in DaunTown lohnt. Zu sehen sind neben den Ateliers der sieben ansässigen Künstler Annie Fischer, Beate Freier-Bongaertz, Susanne Kinski, Wolfgang Meluhn, Matthias Poltrock, Jörg Spätig und Michael Strauß auch das Atelier des DaunTown-Stipendiaten Marvin Knopf und eine Rauminstallation des Gastkünstlers Stan Pete.

Allgemeine Infos wie Wegbeschreibung, Corona-Regeln und weitere offene Ateliers sind auf der Website der Stadt zu finden:
www.offeneateliers.guetersloh.de

Hier vorab ein paar Einblicke in das Atelier von Susanne Kinski.
Wir freuen uns auf Besuch.

DaunTown-Atelier-Stipendium 2021

Der zweite DaunTown-Atelier-Stipendiat hat sein Atelier bezogen!

Jedes Jahr wird einem Künstler oder einer Künstlerin die Möglichkeit gegeben, hier für einige Monate zu arbeiten. Nicht nur das eingerichtete Gastatelier bietet gute Möglichkeiten der Entfaltung, auch das Miteinander der ansässigen Künstler und die Kontaktvermittlung in die Kunstszene gehören zum Förderprogramm.

Der Stipendiat 2021 ist der Maler Marvin Knopf. Mit seiner farbintensiven ungegenständlichen Malerei erweitert er das Kunstspektrum in DaunTown. Der Ausgangspunkt für seine Werke ist meist ein Illustriertenfoto mit starker Struktur und Farbe. Dieses „Fundstück“ nimmt er als Anlass, um daraus seine  Arbeiten zu entwickeln. Die Kompositionen enstehen während des Malprozess. Dabei läßt er sich von keinem maltechnischen Dogma bremsen. In jedem Bild findet der Betrachter gemalte Flächen, Zeichnungen und Collagen; das Ganze komponiert zu einem großformatigen Werk.

Marvin Knopf arbeitet seit vier Wochen in seinem Gastatelier.

Wie viele Künstler arbeitet auch er an mehreren Bildern gleichzeitig.

Hier die Präsentation fertiger Arbeiten.

Künstlerportraits als Bildband

Für sein aktuelles Buch portraitiert der Dortmunder Fotograf Frank Peterschröder bildende Künstler, Musiker und Poetry Slammer. Sein Arbeitstitel für das vom  Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt: Krise = Chance.

Er spührt mit seiner Kamera der Frage nach, wie jeder Einzelne mit den Herausforderungen der Pandemiezeit umgeht. Der Fotograf besucht die Künstler an ihren Arbeitspläzen. Mittels Gesprächen macht er sich ein inneres Bild, bevor die Protagonisten in ihren Räumen in Szene gesetzt werden.

Handschriftliche Statements mit den Erfahrungen, Ideen und Gedanken der Protraitierten in dieser besonderen Zeit runden den Bildband ab.

Frank Peterschröder fotografiert die Künstler in DaunTown, hier Annie Fischer in ihrem Atelier.

Einblick in die Atelierräume per Video-Chat

Kunst hautnah erleben? Das ist nicht so einfach in Corona Zeiten, in der Zeit von geschlossenen Museen und Kunstvereinen. Aber dank inzwischen erprobter Technik ergeben sich neue Möglichkeiten mit Künstlern direkt in Kontakt zu treten.

DaunTown möchte Kunstinteressierten virtuell ermöglichen, in die Welt der Künstler einzutauchen. Wir laden Sie alle herzlich zu einem individuellen DaunTown-Video-Chat in die Ateliers ein.

Die Räume in der ehemaligen Daunenfedernfabrik werden von den acht Malern, Bildhauern, Objektkünstlern und Zeichnern zum Arbeiten genutzt. Hier findet ein reger Austausch zum Thema Kunst statt, mit Kollegen und gerne auch mit Ihnen als Besucher per Video-Chat.

Der Künstler Michael Strauß empfängt Sie zu einem virtuellem Rundgang durch alle Ateliers. In einem persönlichen Gespräch bekommen Sie Einblicke und Erklärungen in die Entstehung aktueller Kunst – ein Schulterblick.

Buchen Sie einen Video-Chat-Termin nach Wunsch direkt bei:
kontakt@michael-strauss.info

Wir freuen uns auf Sie. Und eines Tages, da sind wir sicher, werden Sie sich direkt vor Ort in Borgholzhausen ein originales Bild von der Kunst machen können.

Hier ein Einblick in das Atelier von Michael Strauß

DaunTown-Atelier-Stipendium 2020

DaunTown – das ist nicht nur eine Künstlergemeinschaft, es ist vor allem eine innere Einstellung zur Kunst und ein Ort des Schaffens. Und so ist es naheliegend, dass die Idee entstand, ein Atelier-Stipendium zu vergeben.

Jedes Jahr soll einem Künstler oder einer Künstlerin die Möglichkeit gegeben werden, in DaunTown für einige Monate zu arbeiten. Nicht nur das eingerichtete Gastatelier bietet gute Möglichkeiten der Entfaltung, es können alle Räume von der Kantine bis zur Werkstatt mitgenutzt werden.

Ziel des Atelier-Stipendiums ist einerseits die Förderung von Künstlern durch zur Verfügungstellen von Räumlichkeiten und Kontaktvermittlung in die Kunstszene, andererseits der so wichtige künstlerische Austausch mit Kollegen.

Die erste ausgewählte Stipendiatin 2020 ist Janina Kilimann. Ihre Malereien zeugen von einer großen Tiefe, und das im doppelten Sinne. Die Bilder entstehen in einem langwierigen Malprozess. Schicht über Schicht wird angelegt, um dann erneut überarbeitet zu werden. Das Motiv ist dabei einer ständigen Wandlung unterworfen, um am Ende wieder in den Vordergrund zu treten. Der Betrachter ihrer meist großformatigen Arbeiten spürt ein Geheimnis unter der malerischen Oberfläche.

In diesem Gastatelier hat Janina Kilimann die letzten Monate gearbeitet.

Eine Zeichnung im Atelier.

Der malerische Prozess: die Entstehung einer Arbeit von Janina Kilimann in drei Schnappschüssen festgehalten.

Janina Kilimann in einem der zahlreichen interessanten Gespräche über Kunst und künstlerisches Arbeiten.

Die Malerei kurz vor der Vollendung.

Das fertige Bild.

Es wird parallel an verschiedenen Werken gearbeitet.

„Das Rhabarberbeet“ von Janina Kilimann. Diese Arbeit ist zur Zeit im Kunstverein Daniel-Pöppelmann-Haus in Herford ausgestellt.

Schnee verzaubert den Skulpturengarten in DaunTown

Avantgarten – ein neues Projekt von Jörg Spätig.

In DaunTown entsteht auf 1 ha Fläche ein öffentlicher Skulpturengarten. Kunstinteressierte und zufällige Wanderer können hier jederzeit auf Entdeckung gehen.

Die Idee: Jörg Spätig läd ein- bis zweimal im Jahr internationale und nationale Bildhauer ein, mit ihm Skulpturen für den Garten zu erarbeiten. Die Skulpturen bleiben stehen, bis sie verkauft sind oder für eine andere Ausstellung gebraucht werden. Die Kunstrichtungen werden das gesamte Spektrum der aktuellen Kunst umfassen.

Auch das Land NRW überzeugte Spätig mit seinem Konzept, somit gehört das Projetk zu einem der 6000 geförderten Künstlerprojekte des Landes.

Die Vorbereitungen und Organisation für die erste Einladung eines Bildhauers laufen bereits. So wurde der Garten nach historischen Fotos wieder in seiner Ursprünglichkeit hergestellt. Der erste Gast-Bildhauer soll im Juli hier arbeiten.

Zu den Skulpturen von Jörg Spätig werden sich im Sommer noch weitere Arbeiten anderer Bildhauer gesellen.

Werkstatt Jörg Spätig – ein virtueller Atelierrundgang

Die Corona-Krise hat es freischaffenden Künstlern nicht leichter gemacht, sich und ihre Arbeit der Öffentlichkeit zu präsentieren. Daher ist die Idee des Fachbereichs Kultur der Stadt Gütersloh entstanden, fünf von der Kölner Kuratorin Birgit Laskowski ausgewählten Künstlern mittels eines virtuellen Atelierrundgangs eine digitale Plattform anzubieten.

Einer der Künstler ist der Bildhauer Jörg Spätig. Ein virtueller 360°-Atelierrundgang ermöglicht einen Einblick in seine Schaffenswelt. Proffessionell vom Fotograf Matheus Fernandes in Szene gesetzt, kann der Besucher digital im Atelier umherwandern.

Es entsteht das Gefühl, mitten drin zu stehen. Der Besucher kann durch Türen in den nächsten Raum schreiten oder Details nah heranzoomen, um sich eine Skulptur genauer azusehen.

Zum virtuellen Atelierrundgang von Jörg Spätig

Screenshot aus dem Panorama-Rundgang.

KulturFaktor live – Einblick in die Arbeitswelt von Matthias Poltrock

Matthias Poltrock im Gespräch mit Lena Jeckel im „KulturFaktor live“. In dem 30-minütigen Interview gab der Künstler einen Einblick in seine Arbeit und die Entstehung der K-Pax Serie.

„Matthias Poltrock widmet sich nicht nur der klassischen Malerei. Unter seinem Künstlernamen K-PAX baut er bunte Pop-Art-Stücke aus allen denkbaren Materialien. Leuchtende Farben und starke Kontraste, digitale Bildelemente und Malerei werden im wahrsten Wortsinn zusammengeschraubt. Befragt zur aktuellen Pandemie-Situation sagt Poltrock: Natürlich beschäftigen mich die Thematik und die daraus resultierenden Änderungen des täglichen Lebens. Künstlerisch beschäftigt sich Poltrock mit seinen laufenden Projekten wie K-PAX und der Millionaires-View-Serie. In seiner Ateliergemeinschaft DaunTown mit 6 weiteren Künstlerinnen und Künstlern in Borgholzhausen entstehen ständig neue Ideen.“

Das Gespräch war auf der vom Gütersloher Fachbereich Kultur initiierten Platform für Künstler-Porträts als Livestream zu sehen. Alle, die den Sendetermin verpasst haben, können nun das Video im Archiv ansehen.

Kulturfaktor.com

 

Blick ins Atelier: Annie Fischer

Zur Zeit finden wenige Ausstellungen statt. Viele Galerien, Kunstvereine und kleine Museen halten ihre Häuser aufgrund der Coronapandemie weiterhin geschlossen. Um der Kunst Raum zu bieten, hat die Zeitung „Die Glocke“ eine Rubrik „Blick ins Atelier“ eröffnet.

Hier der Einblick ins Atelier und die Arbeit von Annie Fischer:

„Gewand im Umgang mit Garnen und Fäden überrascht es nicht, dass sie diese in ihrer aktuelle Arbeit „Ich wasche meine Hände in Unschuld“ verwendet. Dabei möchte Fischer nicht in die Schublade Textilkünstlerin gesteckt werden. Ihr Metier ist die Objektkunst, wobei sie leidenschaftlich gern die verwendeten Materialien aus ihrem ursprünglichen Kontext reißt, um „etwas Absurdes in Zusammenhang zu bringen“, erklärt die Künstlerin. Mit einem Schmunzeln erinnert sie an ihr Objekt „Schokolade zum Abgewöhnen“, das sie aus hochgiftigem Zinn gegossen hat. Ihr geht es eben immer darum, die Möglichkeiten des Materials in überraschenden Gegensätzen auszuloten. Jüngstes Projekt „Ich wasche meine Hände in Unschuld“ zeigt, wie sie das meint: da quillt aus einem Papierhandtuchhalter ein Wulst roter Wollfäden heraus. Als Inspirationsquelle nutzt die Künstlern oft ihre Erfahrung als psychologische Psychotherapeutin. (Erstes Studium, bevor sie Textile Formgebung in Dänemark studierte.) Die Abgründe der menschlichen Seele sind ihr nicht fremd. So kennt Sie beispielsweise die ernste Thematik des zwanghaften Händewaschens nur zu gut. Mit einer augenzwinkernden Leichtigkeit schafft sie es aber, diese im wahrsten Sinne „ver-rückten Wirklichkeiten“ sichtbar zu machen.
(Dr. Silvana Kreyer)

„Ich wasche meine Hände in Unschuld“, Objekt von Annie Fischer

Mehr Arbeiten von Annie Fischer sind auf ihrer Website zu sehen:
bildgewebe.de