Topologie

Anläßlich der Langen Nacht Der Kunst fand die Ausstellung „Topologie“ von Beate Freier-Bongaertz statt.

In diesem Werk setzt die Künstlerin sich mit verschiedenen Sichtweisen der Wegstrecken zwischen Heimat und Zuhause auseinander. Zeichnungen, Screenshots und Videos eröffnen eine vielfältige künstlerische Umsetzung des Themas. Das komplexe Werk enthält autobiografische Arbeiten, fragt aber auch, wie sehen die Bewegungsprofile der Lebenswege von Menschen innerhalb eines Ortes aus?

In ihrer Videoarbeit zeigt die Künstlerin ihre persönliche Wegstrecke als ein abstraktes Farbrauschen. Aufgenommen in Echtzeit wird hier die Realität auf Farbe reduziert.

Freier-Bongaertz eröffnet immer wieder neue Aspekte und Umsetzungen der eigenen Wegstrecke. Tägliche Handlungen und Gesehenes werden in unterschiedliche künstlerische Ausdrucksform transformiert. So werden Screenshots von Navi-Grafiken zur Grundlagen von zeichnerischen Kommentaren.

Die künstlerische Arbeit „Migratio“ ist ein Teilaspekt des Gesamtwerks „Topologie“ und geht der Frage nach: wie sehen die Bewegungsprofile der Lebenswege von Menschen innerhalb eines Ortes aus? Grundlage ist eine Deutschlandkarte, überspannt mit Pergamin, auf dem die Lebensstationen der jeweils 35 Befragten pro Stadt linear festgehalten werden. Das Werk „Migratio“ eröffnet einen Blick auf Verborgenes jenseits des „offen Sichtlichen“. Es entstehen Zeichnungen, die eine eigene, nicht planbare Bildästhetik entwickeln.


Siebzig Zeichnungen zeigen die Wegstrecke zwischen Heimat und Zuhause.


Die Linien von acht Orten.


Gütersloher wurden nach ihren Lebenswegen befragt.