Please hold the line – second call

Die Künstler Marvin Knopf (Malerei) und Joachim Jurgelucks (Skulptur) setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort.

Sie gehen in ihrer zweiten Ausstellung interessante Zwiegespräche ein. Das Thema ist in ihren verschiedenen Sichtweisen die „Linie“. Ihre Werke wirken zunächst sehr unterschiedlich und doch harmonieren sie im Miteinander – bunt, wild, schwebend, dann wieder höchst ästhetisch klar, rein und konkret.

Die Galerie „Rampe“ hat beide Künstler in Ihre Ausstellungs-Reihe „MITEINANDER“ aufgenommen. Zu sehen sind die Arbeiten noch bis zum 31.5.2026
Kunstraum Rampe, Neustädter Straße 9 (Hinterhof), 33602 Bielefeld


Ausstellungsansicht, Malerei von Marvin Knopf.


Werke von Marvin Knopf (Malerei) und Joachim Jurgelucks (Skulptur) in der Galerie „Rampe“.

Work

Die Skulptur „Work“ von Garvin Nolte symbolisiert die üblicherweise nicht sichtbaren Arbeitsschritte im Schaffensprozess eines Künstlers.

Wie ein Romanautor, der seitenweise Geschriebenes am Ende des Arbeitstages wieder verwirft, um am nächsten Tag von vorne zu beginnen, agiert hier auch der Bildende Künstler.

Auslöser für dieses Werk war der Konflikt mit dem Umstand, dass künstlerische Schaffensprozesse sich oft über einen langen Zeitraum hinziehen, dabei scheinbar ohne sichtbares Ergebnis. Und doch ist genau diese Zeit des Auslotens, Scheitern und Neuanfangen entscheidend, um am Ende zu einem überzeugenden Werk zu gelangen.

Die Zwischenschritte im eigenen Schaffensprozess dokumentierte Nolte durch das Sammeln alter Schreibmaschinen, jedes Objekt steht für einen Arbeitsschritt, der verworfen wurde, ist ein Platzhalter eines Zeitabschnitts.

Garvin Noltes Arbeit ist im Avantgarten, dem Skulpturengarten von DaunTown zu sehen. Dort sind Werke von bisher 25 Künstlerinnen und Künstlern präsentiert. Die Übersicht aller Arbeiten liefert die Internetseite Avantgarten.eu

 


Das Werk „Work“ von Garvin Nolte im Avantgarten in DaunTown.

… und ich sah viele Leute dort oben, die wie ich die Fenster suchten.

Mit jedem Schritt verschiebt sich der Horizont, und mit ihm das, was sichtbar wird.

Die neue Ausstellung von Yasin Wörheide widmet sich dem Motiv des Fensters als Schnittstelle zwischen Innen und Außen, zwischen Wahrnehmung und Projektion.

Was einst als architektonisches Element den Blick auf die Natur rahmte und in den geschützten Innenraum einer Burg überführte, hat sich in der Gegenwart zu einem digitalen Prinzip erweitert: Fenster als Betriebssysteme, Interfaces, geöffnete Tabs – Zugänge zu parallelen Realitäten.

Yasin Wörheides Arbeiten greifen diese Verschiebung auf. Seine Malerei versteht er als „intrinsische Fenster“ – Bildräume, die nicht nach außen, sondern nach innen führen. Sie eröffnen Einblicke in mentale und emotionale Zustände, in denen sich äußere Eindrücke, Erinnerungen und Imaginationen überlagern. Ergänzt werden die Malereien durch skulpturale Arbeiten, die sich mit Transformation, Systemen und Bedeutungsverschiebungen auseinandersetzen.

Die Ausstellung ist vom 2.5. bis zum 31.5.2026 im Kunstverein „Kunst im Turm“ Lippstadt, Von-Tresckow-Straße 31, zu sehen.