STOTTER GEDACHTE

Die niederländische Künstlerin Iris v´t Bosch war eine Woche im HUBSA in DaunTown zu Gast und nutzte die Zeit, um zwei Werke für den Skulpturen-Garten zu fertigen.

„Stotter-Gedanken“ unter diesem Titel fasst die Künstlerin ihre vielfältigen künstlerischen Arbeiten zusammen. Ihr Repertoire reicht von Zeichnung über Malerei bis hin zu Objekten. In den Niederlanden ist sie vor allem für ihre Kunstprojekte bekannt. Sie entwickelt themenbezogene Kunstkonzepte,  an deren Umsetzungen auch andere Künstler beteiligt werden. Zu sehen sind diese Ausstellungen dann als Kunstevent in verschiedenen Städten.

Die Künstlerin reagiert in ihren Werken immer auf die Umgebung, in der sie sich bewegt. Ihre Idee für DaunTown: eine optische Verbindung ihrer Heimat Seeland und Ostwestfalen, Krabbenscheren von der Schelde und Geäst aus dem Teutoburger Wald, kombiniert zu einem Objekt.

Die mannigfaltigen Eindrücke, die hier vor Ort auf sie einströmten, hielt sie in einer Zeichnung auf einer herumliegenden Palette fest „STOTTER GEDACHTE DAUNTOWN“.

Iris v´t Bosch Arbeiten sind im Avantgarten wie kleine poetische Botschaften versteckt und warten auf ihre Entdecker.

Wer mehr über das künstlerische Schaffen von Iris v´t Bosch erfahren möchte, kann ihr auf Instagram folgen.

Alle Kunstwerke, die im Avantgarten stehen können auf der Skulpturengarten Internetseite angesehen  werden www.avantgarten.eu

Iris v´t Bosch zu Gast im HUBSA

Mitgebrachtes und vor Ort Gefundenes wird verarbeitet.

Nur in DaunTown „wachsen“ Krabben an den Bäumen.

Der „CrabTree“ im Avantgarten.

Iris v´t Bosch im Gespräch mit Wolfgang Meluhn.

HUBSA – DaunTown international vernetzt

Das erste „HUBSA“ Objekt des niederländischen Künstlers André Smits steht seit letztem Sommer im Avantgarten, dem Skulpturen-Garten in DaunTown. Es ist eine soziale Skulptur. Ein Objekt, in dem Künstler als Artist in Residenz wohnen können.

Die Idee zu seinem Projekt „AITW-HUBSA-AIR“ kam ihm, als er bei seinem eigenen künstlerischen Arbeiten feststellte, dass es finanziell schwierig ist, als Künstler international zu agieren. Es sollte an jedem Ort der Welt, an dem er arbeitet, ein bewohnbares künstlerisches Objekt entstehen.

Nun ist das zweite Objekt fertiggestellt. Im belgischen Museum der Verbeke Foundation ist es zu bewundern und zu bewohnen.

Mehr Infos und Fotos vom fertigen HUBSA gibt es auf dieser Seite und auf der Seite des Künstlers AITW-HUBSA-AIR zu sehen.

Lopez, Beta und Deda – neu im Avantgarten

Avantgarten – der Skulpturen-Garten in DaunTown. Hier soll auf einer Fläche von ca. 1 Hektar ein öffentlich zugänglicher Skulpturen-Park entstehen. Seit gestern gibt es neue Objekte zu sehen.

Lopez, Beta und Deda das sind die Titel der drei Werke von Manfred Billinger. Die aus Eisen gefertigten Formen erinnern an archaische Zeichen, wie Fundstücke aus einer anderen Zeit. Der Kontrast zwischen den symbolhaft, grafisch anmutenden Skulpturen und der weiten Landschaft erzeugt Spannung.

In der Regel fertigen die Künstler ihre Werke vor Ort, diese bleiben dann als Leihgabe auf dem Gelände stehen. Die Skulpturen des aus Hamm stammenden Bildhauers und Malers Manfred Billinger sind von seiner Frau zur Verfügung gestellt, da der Künstler vor einiger Zeit gestorben ist. Seine Arbeiten findet man in verschiedenen Städten aufgestellt. So ist im Gütersloher Stadtpark ein ganzer Fabelpfad mit neun Figuren zu sehen.

Neben Jörg Spätig, Emiel Ambroos und André Smits ist Billinger bereits der vierte Künstler, dessen bildhauerische Arbeiten zur interessanten Vielfalt des Avantgarten in DaunTown beitragen.

Die Avantgarten

Emiel Ambroos ist der zweite internationale Bildhauer, der im Skulpturengarten DaunTown sein Werk ausstellt.

Auf Einladung von André Smits wohnte der niederländische Künstler zwei Wochen im „HUBSA“ auf unserem Ateliergelände und nutzte zum Arbeiten die Werkstatt von Jörg Spätig.

Die abstrakten Mixed Media Skulpturen von Emiel Ambroos sind eigentlich Holzfiguren, die kombiniert mit Materialien wie Schaumstoff, Tape, farbigem Kleber oder Fundstücken wie Metallgitter eine sehr zeitgenössische Ästhetik vermitteln. Ausgehend von den vor Ort gefundenen Materialien und Hölzern entwickelt er seine Ideen. So auch in DaunTown.

Die Holzstücke vom kaputten Bootssteg des Teichs im Skulpturengarten kamen ihm gerade recht. Er schichtete sie um einen Stamm und wir konnten den Prozeß beobachten, wie er Details herausarbeitet oder bewusst naturgegebene Elemente stehen ließ. Ganz nebenbei ergaben sich interessante Gespräche über das künstlerische Arbeiten in den Niederlanden und in Deutschland, ästhetische Sichtweisen, Unterschiede und Experimentierfreude in der Kunst.

Nach vierzehn Tagen Arbeit konnte die Skulptur aufgestellt werden. Genau passend im Timing, denn Emiel Ambroos musste zurück nach Arnheim, um dort im Auftrag der Stadt zwei Werke für den öffentlichen Raum zu fertigen.

„In the meanwhile at the future beach of Dauntown: Goats are scavenging the coasts for parts of moss and scrap-metal to rebuild their ships and roam the cosmos once more, 2021“ so lautet der Titel der Skulptur von Emiel Ambroos.
Found material; (drift) wood, moss, metal, tape, glue and paint

Emiel Ambroos arbeitet in DaunTown.

Emiel Ambroos und Jörg Spätig beim Werkstattgespräch.

Mehr Arbeite von Emiel Ambroos hier

AITW-HUBSA-AIR

Das Projekt „Avantgarten“ nimmt Form an. Im Skulpturengarten in DaunTown zeigen Künstlerkollegen aus aller Welt ihre Werke, die sie hier erarbeitet haben.

André Smits, ein niederländischer Künstler, nutzte sofort die verbesserte Corona-Lage, um hier vor Ort seine soziale Skulptur „AITW-HUBSA-AIR“ fertigzustellen. Ein Objekt, in dem Künstler als Artist in Residenz wohnen können.

Zu Smits Gesamtkunstkonzept gehört unabdingbar das Reisen und Netzwerken. Er fotografiert weltweit Künstler in ihren Ateliers mit Rückenansicht. Mittels Graffitis wird die Wegbeschreibung festgehalten, welcher Künstler ihn wohin weiter vermittelt hat.

ARTIST IN THE WORLD ist eine Reise durch die Kunstwelt mit dem Ziel, Künstler in einem Archiv zu verbinden. Die Welt der Kunst mit einer breiten Geste zu umarmen. Es ist eine vorsichtige Hommage an mein Staunen über all die Schönheit und Ausgelassenheit, die mir auf diesem Weg begegnet.

Für dieses Projekt fotografiere ich Künstler und Personen der Kunstszene, wie Sammler und Aussteller, in ihrem Arbeitsbereich. Ein wichtiger Bestandteil dieser Serie ist das Konzept der romantischen Rückenfigur, jeder steht immer mit dem Rücken zur Kamera. So geben die Fotos einen intimen Einblick in die Ateliers. Die fotografierten Charaktere fungieren als Wegweiser und laden die Zuschauer in ihre Welt ein. Es ist auch ein Moment der Besinnung.

Ein weiteres wichtiges Thema ist der persönliche Kontakt zwischen Menschen. Der Weg, den ich einschlage, entsteht ohne einen zugrundeliegenden künstlerischen oder philosophischen Plan. Auf diese Weise arbeite ich an einem Gesamtbild der Kunstwelt, das organisch wächst und sich in unvorhersehbare Richtungen entwickelt.“
André Smits

Auf seinen Reisen hat André Smits festgestellt, wie schwierig es ist, weltweit adäquate Unterkünfte zu finden. So enstand seine Idee, in jedem Land ein Tiny House für reisende Künstler zu errichten. In DaunTown, Borgholzhausen, Deutschland steht nun das erste! Ein niederländisches Museum hat bereits Kontakt mit dem Künstler aufgenommen, um auf dem Museumsgelände ein weiteres HUBSA zu installieren.

Fotos vom fertigen HUBSA gibt es auf der Seite des Künstlers zu sehen: AITW-HUBSA-AIR

Schnee verzaubert den Skulpturengarten in DaunTown

Avantgarten – ein neues Projekt von Jörg Spätig.

In DaunTown entsteht auf 1 ha Fläche ein öffentlicher Skulpturengarten. Kunstinteressierte und zufällige Wanderer können hier jederzeit auf Entdeckung gehen.

Die Idee: Jörg Spätig läd ein- bis zweimal im Jahr internationale und nationale Bildhauer ein, mit ihm Skulpturen für den Garten zu erarbeiten. Die Skulpturen bleiben stehen, bis sie verkauft sind oder für eine andere Ausstellung gebraucht werden. Die Kunstrichtungen werden das gesamte Spektrum der aktuellen Kunst umfassen.

Auch das Land NRW überzeugte Spätig mit seinem Konzept, somit gehört das Projetk zu einem der 6000 geförderten Künstlerprojekte des Landes.

Die Vorbereitungen und Organisation für die erste Einladung eines Bildhauers laufen bereits. So wurde der Garten nach historischen Fotos wieder in seiner Ursprünglichkeit hergestellt. Der erste Gast-Bildhauer soll im Juli hier arbeiten.

Zu den Skulpturen von Jörg Spätig werden sich im Sommer noch weitere Arbeiten anderer Bildhauer gesellen.