Verwandelte Räume III

Dieses mal bespielen die „Verwandelten Räume“ einen Ladenleerstand in der Herforder Innenstadt. Auch hier inszenieren sieben Künstlerinnen und Künstler einen Raum in nur fünf Tagen zum Gesamtkunstwerk.

Für die kollektive Entwicklungsarbeit ist der Raum selbst Impulsgeber für die Ideen der Künstler. So entstand eine künstlerische Arbeit, die bildhaft neue Welten entdecken lässt, kombiniert mit vertrauten Sounds aus Natur, Stadtgeräuschen und Musik.

Für fünf Tage sind Besucher eigeladen,sich von den Eindrücken inspirieren zu lassen und sich selber einzubringen. Interaktiv können Werke verändert oder ergänzt werden.

Die Künstler sind die ganze Zeit vor Ort und agieren performativ: Marcus Beuter (Klangkünstler), Beate Freier-Bongaertz (Künstlerin), Ivo Tödtmann (Filmemacher), Alexander Lauterbach (Filmemacher), Enrico Gomig (Filmemacher), Susanne Schulz (Musikerin), Willem Schulz (Musiker). Als Gastkünstler sind Werke von Barbara Daiber und Jörg Spätig ausgestellt.

„Verwandelte Räume“ ist eine Raumintervention und Teil eines 3-jährigen Kunstprojekts der Cooperativa Neue Musik mit dem Filmhaus Bielefeld, der HSBI FB Gestaltung und dem Künstlerkollektiv DaunTown.

Gefördert wir das Kunstprojekt vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und der LWL Kulturstiftung.

Verwandelte Räume III – Multimedia Inszenierung
Brüderstraße 34, Herford
23.-27.9.2026 / täglich 12 – 22 Uhr

Quellcode

„Bevor der Mensch die Welt versteht, deutet er sie. Er erkennt Gesichter im Stein, Götter im Donner und Hoffnung in Symbolen. Nichts besitzt Bedeutung aus sich selbst. Bedeutung entsteht dort, wo der Mensch beginnt, Materie mit Erinnerung, Glauben und Vorstellung aufzuladen.

Jede Kultur entwickelt so ihren eigenen Quellcode – ein unsichtbares Interpretationssystem, das bestimmt, wie Wirklichkeit gelesen wird. Dieser Code verändert sich mit jeder Epoche. Er verschwindet nicht. Er schreibt sich fort. Jede Wirklichkeit ist ein Fenster. Entscheidend ist nicht, was wir sehen – sondern wodurch wir sehen.“ So die Gedanken von Yasin Wörheide, der gerade für seine Arbeiten mit dem Kulturpreis 2026 der Freimaurerloge Herford ausgezeichnet wurde.

Zu sehen sind seine Werke aktuell in einer Soloausstellung in der Galerie Bel Étage in Gütersloh. Keramiken, Objekte, groß- und kleinformatige Malerei und sogar ein Skizzenbuch, laden die Betrachtenden ein, den Spuren, die der Künstler mit seinen Werken gelegt hat, zu folgen und den Code zu entschlüsseln.

Galerie Bel Ètage / Buchhandlung Markus, Münsterstraße 3, 33330 Gütersloh, Öffnungszeiten: 
Do., Fr. 10-18 Uhr, Sa., 10-16 Uhr
Die Ausstellung ist noch bis zum 24.10.2026 geöffnet.


Detail aus dem Werk „Iphone Triptychon 3, 4, 5“.


„Geburt der Basilisken“ von Yasin Wörheide.


Einblick in die Ausstellung in der Bel Ètage. (Alle Fotos von Hanna Retz)

Mehr Arbeiten von Yasin Wörheide