Kunst und Arbeit – Fortsetzung

Azubis und Dauntown-Künstler – ein Projekt

Zum zweiten Mal schickt das Maschinenbau-Unternehmen Lübbering seine Lehrlinge zur Arbeit in Künstlerateliers. In Gesprächen, künstlerischem Arbeiten und Diskussionen über beispielhafte Kunstwerke mit den Dauntown-Künstlern tauchen die Lehrlinge in eine „neue Welt“ ein.
Das Ziel: an Denkprozesse und Auseinandersetzungen mit Kunst heranzuführen, lernen den Alltag neu zu sehen und so über den Tellerrand gesehen neue Lösungsansätze finden. Ausprobiert an künstlerischen Themen z.B. Verfremdung von Alltagsgegenständen.
Mit Ihrem Projekt „Kunst und Arbeit“ holt die Firma Lübbering Kunst und Künstler in ihren Betrieb. Für ihr Engagement, das über bloßes Bilderzeigen hinaus geht, erhielt das Unternehmen 2014 den OWL Kulturförderpreis.
Ideen selbständig erarbeiten und umsetzen
Eine Schallplatte und eine Zahnbürste lassen Gedanken fliegen
Eine Schallplatte liefert nicht nur heiße Musik, hier mutiert sie zum Grill
Eine Schallplatte und eine Zahnbürste im Einsatz für das „schönste Hobby der Welt“

Zurück vom Symposium in Lettland

Was vor einem Jahr als Künstleraustausch in Dauntown begann, wurde jetzt in Lettland fortgesetzt.

Nachdem letztes Jahr die lettischen Künstler in unseren Ateliers zu Gast waren, folgten wir nun dem Ruf der Direktorinnen Iveta Blūma und Guna Medne vom Museum Valmiera zu einem Symposium. 4 Künstler aus Lettland und 4 aus Deutschland waren eingeladen, sich fachlich auszutauschen und zum Thema „Der Mensch – seine Haus – sein Weg“ zu arbeiten.
Die Gruppe setzte sich aus den Malern Antra Galzone, Janis Galzons, Iveta Gudeta, Susanne Kinski, Wolfgang Meluhn, der Zeichnerin Beate Freier-Bongaertz und den Bildhauern Aivars Benužs und Jörg Spätig zusammen. Dr. Silvana Kreyer begleitete, moderierte und organisierte das gesamte Projekt.
Valmieras Kunstmittelschule  Mākslas Vidusskola wurde uns zur Verfügung gestellt. Alle Künstler waren in den Internatsräumen untergebracht und wir hatten beste Arbeitsbedingungen in den Werk- und Atelierräume der Schule.
Der Direktor Edgars Bogdāns verbrachte so manche Raucherpause mit uns, um den Entstehungsprozess der Bilder und Skulpturen zu sehen, sind doch die lettischen und deutschen Arbeitsweisen unterschiedlich. Auch Fragen wie z.B. „welches Motiv ist es Wert, als Bild umgesetzt zu werden“ wurden diskutiert.
Es waren 12 intensive Tage. Nicht nur, dass die vielen Gespräche über Kunst und das Kunstschaffen oft bis tief in die Nacht ging, es gab auch Museumsbesuche in der Umgebung Valmieras. Wir besuchten auch die Baltic and Nordic Contemporary Art Exhibition. Diese Werkschau aktueller Nordischer Kunst ist alle zwei Jahre in einem alten Fabrikgelände angrenzend an den Park und die alte Festung in Cesis zu sehen.
Auch die kleine Rundreise zu den lettischen Kollegen privat war überraschend. Bei Aivars Benužs im Atelier gab es viel zu sehen, bei der Malerin Ieva Lapiņa-Strazdīte saßen wir am Lagerfeuer und in der Kunstschule Rujiena der Rūjienas Mākslasskola staunten wir über außergewöhnliche Arbeiten der Schüler von Antra und Janis Galzons. Beate Freier-Bongaertz hat über das Erlebte ein zeichnerisches „Tagebuch“ geführt.

Am letzten Tag des Symposiums wurden die entstandenen Werke in einer kleinen Ausstellung im Hof des Museums als Ergänzung zur Einzelausstellung von Jörg Spätig präsentiert. Allgemein ist das Interesse an Kunst in Lettland groß und der Stellenwert hoch. So haben die örtlichen Medien das Symposium mit regem Interesse verfolgt.

Die Kunstmittelschule Valmiera
Iveta Gudeta
Susanne Kinski
Raucherpause

Antra Galzone

Jörg Spätig
Jörgs Ausstellungseröffnung,
wie in Lettland üblich mit viel Blumen.
Aivars Benužs
Gleich heimisch gefühlt,
nächtliche Diskussionen in der Internatsküche
Janis Galzons 12 jährige Schüler
setzten das Thema Schneeflocken in Objekte um.
Besuch in Aivars Atelier
Wolfgang Meluhn
Viel Wald, viel Natur.
Bei einer Fahrt wurde sogar ein Wolf gesichtet.
Janis Galzons
Beate Freier-Bongaertz
In Lettland gehört die Kunst zum Alltag,
sie wird geschätzt und die Berührungsängste sind gering.
So griff sogar der Künstler,
der auf der Baltic and Nordic Contemporary Art Exhibition ausstellte,
zur Kamera und fotografierte wie
Kinder sein Labyrinth mit dem Fahrrad erkundeten.
Der Abend am Meer,
die Ostsee ist nicht weit entfernt.
Die Museumsmitagbeiterin Ārija Pakere
baut die Symposiumsschau auf.
SARKANAIS PAKLAJS, der Rote Teppich wird der Kunst in Lettland bereitet.
Hier gesehen in der Kunstakademie Latvijas Mākslas Akadēmija LMA in Riga.

Kunst und Arbeit 

Azubis in Dauntown

Das Maschinenbau-Unternehmen Lübbering engagiert sich seit Jahren für die Kunst. Mit Ihrem Projekt „Kunst und Arbeit“ holen sie Kunst und Künstler in ihren Betrieb.
Sie zeigen nicht nur in öffentlichen Ausstellungen Kunst am Arbeitsplatz, sondern bieten den Mitarbeitern und deren Kindern auch ein Begleitprogramm. So werden Gespräche mit den ausstellenden Künstlern geführt oder auch in Workshops gemeinsam Künstlerisches erarbeitet.
Jetzt wurde das Projekt „Kunst und Arbeit“ um einen Aspekt erweitert.
Alle neuen Lehrlinge arbeiteten drei Tage in Dauntown.
Das Ziel: Schwellenangst zur Kunst abzubauen, an Denkprozessen und Auseinandersetzungen mit Kunst heranzuführen und selbst ein paar Dinge auszuprobieren. Ein Museumsbesuch mit kunsthistorischen Einblicken rundete die Erfahrungen ab.
Heute bekommt die Firma Lübbering für ihr Engagement in Sachen Kunst den OWL Kulturförderpreis 2014 verliehen.
Vorbilder eigenständig interpretieren
Farbkompositionen erproben
Alltagsgegenständen einen neuen Kontext geben:
Eine Zahnbürste ist eine Zahnbürste – oder doch nicht?

Künstlerischer Austausch mit lettischen Kollegen

4 Künstler aus Lettland und 2 Museumsdirektorinnen waren unserer Einladung zu einem Symposium gefolgt. Unterstützt wurden wir dabei auch vom Kreis Gütersloh, der Stadt Borgholzhausen und deren Kulturverein.10 Tage lang wurde gearbeitet, Museen besucht und über verschiedene Aspekte der künstlerischen Arbeits- und Sichtweise in Lettland und Deutschland diskutiert. In lebhaftem Sprachgewirr und manchmal auch mittels Zeichnung fand sich das Erlebte unmittelbar in den Arbeitsergebnissen wieder.

Zu Gast waren die Maler Aivars Benuzs, Iveta Gudeta, Antra Galzone und Janis Galzons. Begleitet wurden sie von den beiden Museumsdirektorinnen Iveta Bluma und Guna Medne des Museum Valmiera.
Parallel dazu eröffnete der Borgholzhausener Kulturverein eine Ausstellung der lettischen Künstler mit älteren und den hier neu entstandenen Arbeiten. Die Ausstellung ist bis zum 19.8.2014 im Museum Borgholzhausen und im Rathaus zu sehen.
Antra Galzone
Janis Galzons
Aivars Benuzs
Aivars Benuzs arbeitete nicht nur malerisch sondern auch dreidimensional
Iveta Gudeta
Iveta Gudeta Malerei die von Bild zu Bild abstrakter wurde.
Iveta Bluma und Guna Medne im Gespräch mit den Künstlern

Besuch in den Dauntown-Ateliers

Bei ihrem diesjährigen Besuch im Kreis Gütersloh war die Delegation aus dem Partnerkreis Valmiera (Lettland) auch zu Gast in den Dauntown-Ateliers. Mit dabei Vertreter (Bürgermeister, Ratsmitglieder, Schulleiter) der sieben Großgemeinden und aus Valmiera. Nach der Besichtigung und interessanten Gesprächen mit den Künstlern wurde bei Kaffee und Kuchen der bevorstehende Künstleraustausch und mögliche weitere Projekte besprochen.
Beate Freier-Bongaertz und Dr. Silvana Kreyer von „Kultur unterwegs“ führten die Besucher durch die Ateliers
v.l.: Stellvertretende Landrätin Elke Hardieck, Ieva Mikite-Plusnina, Cilda Purgale, Raimonda Cielena, Edvins Straume, Vitauts Stana
v.l.: Dairis Lacis, Guna Kibere, Vitauts Stana, Kristine Auzina, Raimonda Cielena
v.l.: Kristine Auzina, Guna Kibere
Hans-Joachim Schwolow (dritte Person Bildrand rechts), Partnerschaftskoordinator des Kreises Gütersloh mitten in der Gesprächsrunde

Die Kunst-Fabrikanten

DaunTown in Faktor 3 – dem Wirtschafts- und Kulturmagazin für den Kreis Gütersloh

Die aktuelle Ausgabe spiegelt Impressionen eines journalistischen Besuchs in DaunTown wider.
„Es gibt einen Ort im Kreis Gütersloh, der bietet sechs namhaften Künstlern Raum für ungehemmte Kreativität. Der Name: DaunTown.
DaunTown entwickelt Kunstpositionen.“ Den Bericht können Sie ab Seite 90 lesen.

 Zu bestellen oder als PDF ist das Magazin unter www.erfolgskreis-gt.de

Magazin: Flöttmann Verlag GmbH, Fotos: Vera Corsmeyer

Netter Besuch aus Lettland in Dauntown

Anita Apine, ehem. Kulturbeauftragte Valmiera und Iveta Bluma, Direktorin Museum Valmiera vor einem gemeinschaftlichen Monumentalwerk von Matthias Poltrock und Wolfgang Meluhn
Anlässlich der 20-jährigen Partnerschaft zwischen dem Kreis Gütersloh
und Valmiera, besuchte eine Kulturdelegation die Ateliers in Dauntown.
Einen halben Tag verbrachten die Dauntown-Künstler mit den lettischen
Kollegen bei anregenden Gesprächen über Kunstaspekte hier wie dort.
Lettische Künstlerkollegen im Atelier von Beate Freier-Bongaertz
Antra Galzone, Malerin, vor einer Arbeit von Anna-Katariina Hollmerus, fotografisch festgehalten von Silvana Kreyer
Kaffeepause in Dauntown: Ieva Lapina, Malerin, Gunhild Kimmina, Janis Galzons, Maler, Antra Galzone, Malerin, Dr. Silvana Kreyer, Kultur Unterwegs, Iveta Bluma, Direktorin Museum Valmiera, Anita Apine
Janis Galzons, Maler, im Gespräch mit Jörg Spätig

Interviews in FAKTOR 3

Beate Freier-Bongaertz ist über ihre eigene künstlerischen Tätigkeit hinaus auch
sehr engagiert als zweite Vorsitzende des Kunstvereins Gütersloh. www.kunstverein-gt.de Das dort gezeigte Ausstellungsprogramm ist sehr vielfältig im Bereich der Gegenwartskunst.
Der ganzen Bericht über die Arbeit des Kunstvereins können Sie auf Seite 40 lesen.
www.erfolgskreis-gt.de/kultur

( Im Magazin ab Seite 78 )

Faktor 3 – Das neue Magazin für den Kreis Gütersloh.
Es erscheint zweimal im Jahr und zeigt Interviews mit Persönlichkeiten des Kreises.Es wird 7000 Entscheidern im Kreis Gütersloh zugeschickt und liegt 3000 mal in
hochwertigen Hotels aus. Außerdem ist es online zu lesen, oder zu bestellen unter
www.erfolgskreis-gt.de/kulturDas ganze Interview mit Wolfgang Meluhn können Sie auf Seite 42 lesen.
( Im PDF Seite 42. Im Magazin ab Seite 82 )