Black Market

Unter dem Titel „Black Market“zeigt der Kunstraum Rampe jedes Jahr im November eine Auswahl von neun Künstlerinnen und Künstlern. Es ist eine Mischung aus Kunstmarkt und Gruppenausstellung. Marion Dueball stellt in dieser Ausstellung Arbeiten ihrer Galeriekünstler in den Kontext zu Neuentdeckungen.

Zu den Entdeckungen gehören dieses Jahr auch die drei DaunTown-Künstler Susanne Kinski, Marvin Knopf und Michael Holtgrewe.

Die Ausstellung ist bis zum 14.12.25 zu sehen.
Kunstraum Rampe
Kunstraum Rampe, Neustädter Str.9, 33602 Bielefeld
Öffnungszeiten  MI-FR 16 – 18 Uhr    SA  12 – 15 Uhr
www.kunstraum-rampe.de


Collage von Susanne Kinski.


Ausstellungsansicht in der Galerie Rampe.


Stuhl-Objekt von Michael Holtgrewe.


Ausstellungsansicht Raum der Galerie Rampe.


Malerei von Marvin Knopf.

„Alles außer Tiernahrung“

Die Galerie Bel Etage in Gütersloh widmet ihre aktuelle Ausstellung den Arbeiten von AnnieLuu Fischer und Marvin Knopf.

AnnieLuu Fischer spielt in ihren Objekten mit Materialität. Der Baumarkt ist dabei für sie die größte Fundgrube. In ihren Werken lotet sie Grenzen 
und Ausweitung aus – auf engstem Raum und mit Sinn für das Absurde. 
So entstehen Objekte von großer Ästhetik, die den Betrachter auf eine 
Entdeckunsreise schicken.

Marvin Knopf läßt in seiner abstrakten Malerei schwebende, dynamische 
Kompositionen entstehen. Klassische Malmittel werden mit ausgerissenen 
Fetzen von Illustrierten kombiniert. Sie ergänzen die malerische Komposition. 
Nicht das Bildmotiv der Zeitung ist entscheidend, sondern die Strukturen 
und Farbflächen des Abrisses. Seine Malerei ist ein poetisches Wechselspiel von Fülle und Leere.

Das verbindende Element in den Arbeiten beider Künstler ist die Linie. Bei Knopf provokant in die Malerei integriert, bei Fischer zum Beispiel aus gedrehtem Papier in den Raum ragend.

Die Ausstellung ist vom 7.11.2025 bis zum 7.2.2026 zu sehen.
Öffnungszeiten: Do., Fr. 10-18 Uhr, Sa. 10-16 Uhr
Galerie Bel Etage, Münsterstraße 3, 33330 Gütersloh


Einblick in die Ausstellung „Alles außer Tiernahrung“ in der Bel Etage.


Raumansicht links die Objekte „Schwarzmalerei“ von AnnieLuu Fischer, im Hintergrund aktuelle Malerei von Marvin Knopf.


Objekt von AnnieLuu Fischer.


Malerei von Marvin Knopf.

Mehr Arbeiten von AnnieLuu Fischer
Weitere Arbeiten von Marvin Knopf

Gute Nachbarschaft

 ein Gastbeitrag von Peter Karpinski 

Gute Nachbarn helfen mit einem Viertelpfund Zucker oder zwei Eiern aus. Mit einer Rohrzange, wenn Werkzeug fehlt. 

Gute Nachbarn stellen die Mülltonnen ordentlich in den Hof zurück. Gute Nachbarn machen keinen Krach nach 22 Uhr. Gute Nachbarn bringen Brot und Salz mit. 

Die Nachbarn aus DaunTown sind zu Besuch in Versmold: die Ausstellung “GOOD NEIGHBOURS” in der Galerie‘ET zeigt Werke von 11 Künstlerinnen und Künstlern. Sie alle arbeiten in der alten Daunenfabrik, am Rand des Teutoburger Waldes bei Borgholzhausen. 

Und was im Atelier auf natürliche Weise nebeneinander, miteinander und zueinander entsteht, tritt im Galerieraum in einen anderen Dialog: Singuläre künstlerische Strategien und Methoden erweitern und verbinden sich, unterziehen einander der Prüfung oder geraten in ihren Behauptungen in Widerspruch. 

Wie können malerische Miniaturen ihre feinsinnige Intimität behaupten, wenn man ihnen die Inszenierung an der Wand verwehrt? Wird eine Leinwand schon zu Architektur, wenn sie mehr als doppelt so groß ist wie der Raum, in den hinein sie gezwungen wurde? Der Bruch mit tradierten Begriffen und Erwartungen bringt die ein oder andere herkömmliche Annahme ins Stolpern – wie ein vergessener Grenzstein, an dem man sich im hohen Gras den Fuß stößt: Da kann es geschehen, dass selbst interessiertes Kunstvereinspublikum eine Arbeit völlig übersieht, oder Personal – in bester Fluxustradition – eine Installation versehentlich abbaut. 

Der Kunstkreis Versmold hat einige der Künstlerinnen und Künstler bereits in Einzel- und Gruppenausstellungen in den Ausstellungsraum eingeladen, “Good Neighbours” zeigt jedoch die Ateliergemeinschaft DaunTown zum ersten Mal bewusst als Kollektiv – damit wird das gemeinsame Arbeiten und Ausstellen selbst zum künstlerischen Modus, und die Gruppenschau mehr als nur die Summe ihrer Teile, die allein schon ein Universum an Auseinandersetzung verlangen würden: 

Jörg Spätigs malerische Eleganz, die über die Intimität des Kleinformats und die politische Dimension von Pornografie als Bildform reflektiert. 

Wolfgang Meluhns leidenschaftlicher Umgang mit Farbe und Format, in dem der Künstler selbst sich bewegen muss wie in einem Boxring, in dem das Malen zur heroischen Geste wird. 

Beate Freier-Bongartz zeichnerischer Minimalismus, deren konzeptueller Umgang mit den biografischen Bewegungen von Ausstellungsbesuchern in formaler Strenge aufgeht. 

Anni Fischers gehäkelte Kupferdrahtformen, die ihre historischen Wegbereiterinnen gleichermaßen würdigen wie aktualisieren, und ihre Fragestellungen in der Gegenwart fortführen. 

Marvin Knopfs Ästhetik des postdigital painting, die den Geist des Abstrakten Expressionismus heraufbeschwört und geschmackvoll zeitgemäß neu einkleidet. 

Yasin Wörheides Plastiken, die aus dem Fundus seiner märchenhaften Idiosynkrasien schöpfen, in denen magische Gegenstände ebenso belebt sind wie die eigenartigen Figuren, die seine Bildwelten bevölkern. 

Matthias Poltrocks Objekte erinnern an Meilensteine der Arte Povera, die mit der Theatralik von Gold und opalem Schimmer dem Materialfetisch zuzwinkern. 

Sarah Marie Caroline Dahms übermalte Farbdias aus dem Familienarchiv, die in Urlaubsfoto-Posen die bizarre Albernheit bürgerlicher Chiffren vorführen. 

Susanne Kinskis Collagen von bemerkenswerter Zeitlosigkeit, die Zitate der klassischen Moderne und methodische Analyse derselben zugleich sein können. 

Alexei Eisners Lithographien, deren zweimal gedoppeltes Vierfachmotiv vom havarierten Floß Europa heute genauso zeitgemäß erscheint wie vor über hundert Jahren, als diese Druckform ihre Blütezeit erlebte. 

Dazwischen eine Malerei von mir, in der eine janusgesichtige Figur aus dunklem Grund hervortritt, von unleserlichen Graphemen umgeben wie von unbestimmten Gedanken. 

Das Atelierhaus ist das Rhizom, dessen Wurzeln und Tendrillen durch alle Räume mäandern und so viele unterschiedliche künstlerische Herangehensweisen, Ideen und Methoden miteinander verbinden. Mit intellektuellem Nährstoff versorgt, wachsen aus ihnen bunt schillernde Fruchtkörper hervor. 

Kunst ist immer Haltung – ob zur Geschichte eines Mediums, zu den Konventionen und Strukturen des Ausstellens, zum politischen und gesellschaftlichen Wert des Kunstschaffens in Kontrast zu seinem Markt – sie ist unweigerlich Spiegel ihrer Zeit. Kunst bezieht Standpunkt, reflektiert die Bedingungen, unter denen sie entsteht oder verhindert wird. Dafür braucht es Raum für Diskurs, Gespräche und Austausch in Atelier, Galerie und Kunstverein. 

Das Ringen um Wahrnehmung und Aufmerksamkeit, und die ökonomischen Realitäten im ländlichen Raum außerhalb der Metropolen und kulturellen Zentren werfen existenzielle Fragen für Kunstschaffende auf: wenn auf den 12km zwischen Borgholzhausen und Versmold die Art Basel Miami Beach liegt, ist gute Nachbarschaft um so wichtiger. Kunst- und Kulturorte wie DaunTown und die Galerie’ET zeigen: die Nachbarschaft ist vielfältig und die Kunst erstaunlich lebendig. 

GOOD NEIGHBOURS kuratiert von Peter Karpinski und Yasin Wörheide läuft vom 06ten bis zum 29ten Juni 2025 in der Galerie’ET (Kunstkreis Versmold e.V.) Münsterstr. 7, 3775 Versmold, Mi 15-17h, Sa 11h-13h, So 11-13h und 15-17h 

Einblick in den Ausstellungsraum. (Foto: Peter Karpinski)

Hochpreispolitik des Kulturmarktes trifft auf die Niedrigpreispolitik des Discounters

„Alles muss raus“ –  Ausstellung von Marvin Knopf in der Galerie des Stadttheaters Herford.

Freie Kompositionen aus Öl, Acryl, Kreiden und Stiften verwirbeln sich in Knopfs aktuellen Werken mit der alltäglichen Warenwelt, die uns als Konsumenten nur allzu bekannt ist. Werbeplakatabrisse bilden als Collageelemente formatfüllend die Grundlage für seine abstrakte Malerei. Die Trivialität und auch die Banalität, die charakteristisch für die Ästhetik des Turbokapitalismus ist, wird hier neu interpretiert.

High Class und Low Class vermischen sich hier zu einem Brei, der charakteristisch ist für die Lebensrealität, in der wir uns als Konsumenten heute bewegen: Billigfleisch vom Aldi und abends ins Konzert von Vivaldi.

Die Ausstellung ist bis zum 2.3.2025 im Stadttheater Herford, Mindener Str. 11. zu sehen. Geöffnet während der Spielzeiten (siehe Programmvorschau Theater Herford).


Impressionen vom Ausstellungsaufbau, Fotos Theater Herford


In der Malerei „Golden Toast“ wird Werbung zur Kunst.


„Buttertoast“ Malerei aus der aktuellen Werkserie von Marvin Knopf

Gut & Günstig

Sowohl die Künstlerin Beate Freier-Bongaertz als auch der Künstler Marvin Knopf verarbeiten in ihren Werken seit Jahren immer wieder Materialien aus der Konsumwelt.

Jetzt zeigt der Kunstraum Hase29 in Kooperation mit der OsnabrückHalle eine Ausstellung mit 31 Arbeiten aus der Werkreihe beider Künstler.

Bei Knopf sind es Abrisse von Druckerzeugnissen aus der Werbung, bei Freier-Bongaertz Verpackungsmaterial. So ähnlich das 
Material ist, so unterschiedlich ist die Intention beider Künstler.

Material als Impuls trifft auf alle Werke von Freier-Bongaertz zu. Das Alltagsobjekt ist Auslöser für die künstlerische Idee. Die Verpackung wird umgedeutet, zeichnerisch bearbeitet und zum Kunstobjekt. Das hunderttausendfach produzierte Verpackungsmaterial als Unikat. Die Objekte erfahren auch eine inhaltliche Transformation. Jede Arbeit erzählt eine Geschichte.

Großformatige abstrakte Malerei kombiniert Knopf mit Collagenelementen, die aus der Werbung stammen. Trivialität ist charakteristisch für die Ästhetik des Turbokapitalismus. Die Hochpreispolitik des Kunstmarkts trifft hier auf die Niedrigpreispolitik des Discounters. High Class und Low Class vermischen sich zu einem Brei, der charakteristisch ist für die heutige Lebensrealität.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Azim F. Becker. Sie ist noch bis zum 24.11.2024 in der OsnabrückHalle, Schlosswall 1-9, Osnabrück zu sehen.

„Elbphilharmonie“ Zeichnung auf Verpackung von Beate Freier-Bongaertz.

Die kleinen Snacks unterwegs fließen bei Beate Freier-Bongaertz in die künstlerische Arbeit ein, hier das Werk „piccolo re“.


In seiner Arbeit „Carpaccio 1,39 “ verwendet Marvin Knopf gefundene Abrisse von Werbeplakaten.


Das Werk „Dein Weihnachtsmarkt“ von Marvin Knopf basiert auf großformatigen Collagen aus Werbebotschaften mit anschließender ungegenständlicher Übermalung.


Besucherinnen bei der Eröffnung, fotografisch festgehalten von der Fotografin Hanna Retz.


Zur Eröffnung zeichnete Beate Freier-Bongaertz die Gäste auf dem Handy. Anschließend konnten die Porträtierten die Skizzen auf einem Kassenbon ausgedruckt mit nach Hause nehmen. (Foto: Hanna Retz)


Marvin Knopf im Gespräch über den Katalog zur Ausstellung, der gestalterisch die Wegwerfästhetik des Ausstellungsthemas aufgreift. (Foto: Hanna Retz)


Beate Freier-Bongaertz und Marvin Knopf inmitten ihrer Arbeiten. Das Prinzip der Reizüberflutung ist konsequent auch bei der Hängung der Werke umgesetzt worden.

Mehr Arbeiten von Beate Freier-Bongaertz
Impressionen weiterer Arbeiten von Marvin Knopf

Go with the Flow?

So lautet der Titel der aktuellen Gemeinschaftsausstellung der Künstler Sascha Ceglarski und Marvin Knopf in dem Museum Villa Stahmer.

Go with the Flow? Mit dem Strom schwimmen? Sicherlich nicht.

Beide Künstler arbeiten im abstrakten Bereich. Beide haben ihren eigenen Weg abseits des Mainstream gefunden. Und beide verweigern sich der klassischen Zuordnung einer strengen künstlerischen Technik oder exakt umschriebenen Stilrichtung.

Go with the Flow lässt sich aber auch anders interpretieren. Der Begriff im Flow sein sagt etwas über die Arbeitsweise beider Künstler: Der Arbeitsprozess ist ausschlaggebend für ihr künstlerisches Werk.

Bei Knopf entstehen schwebende, dynamische Kompositionen, ein poetisches Wechselspiel von Fülle und Leere. Klassische Malmittel werden hier mit ausgerissene Fetzen von Illustrierten kombiniert. Sie ergänzen die malerische Komposition. Nicht das Bildmotiv der Zeitung ist hierfür entscheidend, sondern die Strukturen und Farbflächen des Abrisses. Die Herangehensweise an das Werk ist intuitiv. Alle Arbeiten zeigen eine abstrakte Umsetzung des Befindens des Künstlers.

Sascha Ceglarski kristallisiert figurative Formen heraus, die er in den konzentrierten Kompositionen von Farbflächen findet. – Neugierig, spielerisch, lustvoll – Die Linien in seinen Bildern geben unmittelbar und direkt das Thema seines gesamten Werkes wieder. Es sind weibliche und männliche Körper und Geschlechtsteile mit scheinbar eindeutigen Botschaften, die in den Malereien oftmals erst bei genauer Betrachtung ins Auge fallen.

Alle Werke bieten für den Betrachter einen lustvollen Augenspaziergang. Lassen Sie sich anstecken von diesem Flow, der den Bildern innewohnt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28.4.2024 zu sehen.
Museum Villa Stahmer, Carl-Stahmer-Weg 13, 49124 Georgsmarienhütte
Öffnungszeiten: Donnerstags und Sonntags 15 – 18 Uhr
und jeden 1. Samstag im Monat 15 – 18 Uhr


Arbeiten von Marvin Knopf in der Villa Stahmer.


Links eine kleine Malerei von Sascha Ceglarski, rechts Marvin Knopf.


Links eine Arbeit von Sascha Ceglarski, rechts eine Malerei von Marvin Knopf.


Neue Werke von Marvin Knopf.

DAUNTOWN, wenn Dinge wie Kunst und Leben ins Schweben und Fliegen geraten

An diesem Wochenende sind die DaunTown-Künstler mit ihren Arbeiten zu Gast in Münster. Dort läd die renommierte Ateliergemeinschaft Schulstraße seit Jahren zur Veranstaltung „Kunst und Suppe“ ein.

In geselliger Runde werden mit Gästen Themen rund um die künstlerische Arbeitswelt erörtert. Dieses Mal: DaunTown, wenn Dinge wie Kunst und Leben ins Schweben und Fliegen geraten – das erfolgreiche Konzept des Atelierhauses und Skulpturengartens in Borgholzhausen.

Nach einem Vortrag mit Bildern wurden bei Suppe an langen Tischen interessante und intensive Gespräche geführt.

Beide Atelierhäuser unterscheiden sich nicht nur durch ihre Lage, dem urbanen oder dem ländlichen Raum, oder ihre Größe (19 Künstler in der Schulstraße, 9 in DaunTown), auch die organisatorische Struktur ist anders. In DaunTown greifen Arbeiten  und Leben ineinander. Um so spannender der Austausch unter den Künstlern und Künstlerinnen. Im April ist der Gegenbesuch der Münsteraner in DaunTown geplant.

Die Suppe ist bereits ausgelöffelt, die zur Veranstaltung gehörende Ausstellung in den Atelierräumen kann allerdings noch besichtigt werden.

Bis Sonntag Abend den 18.2.2024 um 18 Uhr sind die Werke aller DaunTown-Künstler ausgestellt. Einige Künstler sind anwesend und kommen gerne mit ihnen ins Gespräch.

Ateliergemeinschaft Schulstraße, Schulstraße 43 in Münster.

Als kleiner Appetithappen ein paar Eindrücke, um die Atmosphäre des Hauses zu schnuppern.


Die Künstler der Ateliergemeinschaft haben ihre Ausstellungsflächen in den Fluren für die Gäste zur Verfügung gestellt. Hier hängt nun eine neue Malerei von Wolfgang Meluhn.


Yasin Wörheide ist mit Malerei und Objekten vertreten.


Marvin Knopf zeigt Skulpturen und neue Papierarbeiten.


Zeichnungen von dem neuen DaunTown-Atelierstipendiaten Jasper Tiemeyer.


Neues von Matthias Poltrock, Bildelemente in Resin vergossen.


Die Künstler haben sogar Wände in ihren Ateliers für die Gäste freigeräumt. Beate Freier-Bongaertz „Auf Schusters Rappen“.


Jörg Spätig „Woher auch immer sie kommen“. „Der Meisterschüler“ zeigt ein kurzes Video dazu „WER ZU SPÄTIG KOMMT, DEN BELOHNT DAS LEBEN“


Leckere Suppe und interessante Kunstgespräche.

Mythen der Mauser

Zum ersten Mal findet im Showroom des Atelierhauses DaunTown eine Ausstellung statt, kuratiert von unserem Atelier-Stipendiaten Yasin Wörheide. Er ist durch die Ateliers gestöbert und hat Verblüffendes zusammengetragen.

Aus allen Ecken und Schubladen hervorgezaubert, hat er mit seiner Auswahl aus alten und aktuellen Arbeiten eine thematische Ausstellung konzipiert. Zusammen mit den Kokuratoren Marvin Wunderlich und Peter Karpinski ist es ihm gelungen, selbst die DaunTown-Künstler zu verblüffen. Sie entdecken auf diese Weise durch den anderen Kontext ihre eigenen Arbeiten neu. Die Mythen der Mauser regen den Besucher an, die Ausstellung in seinen Gedanken mit Weiterem zu verknüpfen und zu komplettieren.

Dieses Ereignis wurde mit einer kleinen Eröffnung und Live-Musik gefeiert. Bei Grünkohl und netten Gesprächen mit ehemaligen und aktuellen Stipendiat:innen, Künstler:innen des Avantgarten, den Atelierkünstler:innen, Künstlerkollegen und Gästen.

Hier nur ein kleiner Ausschnitt als Appetitanreger: Wer möchte, kann die Ausstellung nachmittags noch bis zum 10.12.2023 an den Wochenenden sehen.

Im Vordergrund eine Symbiose aus einer Arbeit von Yasin Wörheide und Susanne Kinski. An der Wand Malerei von Yasin Wörheide und ein Objekt von Matthias Poltrock.


Eine neue Skulptur von Jörg Spätig und Malerei von Marvin Knopf.

Kleinformate Malerei von Wolfgang Meluhn, Objekt von Matthias Poltrock und eine Skulptur von Jörg Spätig.

Die Mythen der Mauser lassen auch Mythen der Seefahrt und die weit tragenden Gedanken der Betrachter zu.

Malerei von Wolfgang Meluhn und eine Skulptur von Marvin Knopf.

Ein Werk von Yasin Wörheide, Arbeiten von Beate Freier-Bongaertz und Susanne Kinski mit einer Collage im Hintergrund.

Classroom Session

In Münster, in einer alten Schule, trafen sich Musiker und bildende Künstler zu einer Session mit Pop-up-Ausstellung. Yasin Wörheide schuf mit seiner Idee zu der Aktion für einen Abend einen der wenigen Orte in der Region, an denen sich die lokale Kunst- und Musikszene treffen und vernetzen konnte.

Ziel: sich kennenlernen, musikalische und künstlerische Potenziale entdecken, netzwerken, sich austauschen und über die gezeigten Arbeiten philosophieren, unter Kollegen und mit Gästen. Zu den eingeladenen Künstlern zählte auch Marvin Knopf.

Die ehemaligen Klassenräume der Schule boten die passende Kulisse, im Vordergrund Skulpturen von Marvin Knopf

„Sie sind gelandet“

Unter dem Titel „Sie sind gelandet“ ist zur Zeit eine Ausstellung mit Skulpturen von Marvin Knopf im Kunstpavillon vor dem Kreishaus in Gütersloh zu sehen.

Der Kunstverein Kreis Gütersloh zeigt unter dem Motto: 50 Jahre Kreis Gütersloh – 13 Kommunen – 13 Künstlerinnen und Künstler, jeden Monat eine neue Ausstellung aktueller Kunst von ortsansässigen Künstlern. In Kooperation mit dem Kreis Gütersloh ist eigens für dieses Projekt ein Glaspavillon, der über dem Wasserlauf des Kreishauses steht, gebaut worden.

Marvin Knopf zeigt in seiner Ausstellung abstrakte Kreaturen, die mit der Technik der verlorenen Form aus Polyurethan-Gießschaum gefertigt sind. Die Plastiken orientieren sich an Formen der menschlichen Bewegung, sie recken sich empor, kauern, fallen in sich zusammen. Quietschend Bunt kommen sie daher, versehen mit Strukturen aus Farbe und Papierfetzen, wobei sich die äußere Gestaltung stark an der malerischen Arbeit des Künstlers orientiert.

Ausstellung: 1.9. – 30.9.2023, Kreishaus Gütersloh, Herzebrockerstr. 140, 3334 Gütersloh.